Donnerstag, 30. Mai 2013

RUMS #22 - Maritimes Langarm-Shirt für gute Laune

Hallo ihr Lieben!

Endlich komme ich auch mal wieder dazu, zu posten. Gerade ist irgendwie dauernd was los und immer, wenn ich mir vornehme zu nähen und zu posten, kommt etwas dazwischen oder mich erwischt akute Müdigkeit (nichts Neues)... Hier also eins meiner zwei neuen Oberteile. Den Schnitt habe ich von einem geliebten aber inzwischen leider von Motten angefressenen Oberteil abgenommen. Der Stoff kommt vom Stoffmarkt am Maybachufer in Berlin, das süße Anker-Label aus Nadines tollem Shop. Ich LIEBE maritime Kleidung! :-)


 
Entschuldigt den ungeputzten Spiegel... Zum neuen Oberteil trage ich mal wieder meine selbst genähte Jeans, drüber eine meiner geliebten Strickjacken.

Am Wochenende hatte ich Besuch von meinem Bruderherz und meiner Schwägerin. Mein Bruder hatte einer der beiden Filterhüllen in Gebrauch (da freut sich das Näherinnen-Herz) und hat mir mit seinem Besuch das Geburtstagswochenende versüßt. Von unserem Besuch in den Monet-Gärten in Giverny am Samstag berichte ich euch hoffentlich bald auch noch. :-)

Jetzt wünsche ich euch erst mal einen wunderbaren Donnerstag mit ganz viel RUMS und wenn möglich etwas Sonnenschein!

Alles Liebe
Steffi

Sonntag, 19. Mai 2013

Berlin - drei Wochen danach

Hallo ihr Lieben!

Bevor das Ganze schon wieder einen Monat her ist kommt jetzt endlich mein Bericht aus Berlin. Wie das halt so ist. Wenn es viel zu erzählen gibt, ich viel zum Nähen komme - genau dann komme ich nicht zum Bloggen.

Hier also chronologisch mein Berlinausflug vom letzten Aprilwochenende:

Los ging's am Alexanderplatz, wo mich der Flughafenbus ausspuckte:


An der Weltzeituhr stand ich das erste Mal 1998, als wir uns unser vermeintlich neues Zuhause anguckten. Wir sollte nämlich damals im Rahmen des Bonn-Berlin-Umzuges nach Berlin ziehen. Da wegen des Hauses noch einiges geklärt werden und meine Aufnahmeprüfung an der Schule geschrieben werden musste, ging es damals also für ein paar Tage in die neue Hauptstadt, wo damals noch gaaaaaanz viel Baustelle war. Seitdem ist meine Beziehung zu Berlin irgendwie eine seltsam besondere. Auch, wenn wir letztendlich dann doch in Bonn bleiben durften...

Mithilfe meines Reiseführers aus der geliebten "dumont direkt"-Serie hatte ich mir im Vorhinein eine kleine Route überlegt, die ich ablaufen wollte. An der Route lagen einerseits schöne Fleckchen, andererseits natürlich auch ein paar Stoffkauf-Gelegenheiten. :-)

Zuerst verschlug es mich daher Richtung Süd-Osten, um zum sogenannten Türkenmarkt am Maybachufer zu gelangen. Dabei begegnete mir Schönes und Skurriles:


Auf dem Markt musste ich natürlich zuschlagen und kaufte mir einige Meter Jersey und leichten Jeansstoff für je 3€/m. Die Jerseys habe ich zum Teil schon vernäht und zeige euch die Werke in den nächsten Tagen und Wochen. Als mein Rucksack voll war schlenderte ich weiter über die Graefestraße auf der Suche nach einem Lakritzladen, den die liebe Stefanie mir empfohlen hatte. Die Graefestraße ist echt wunderschön mit all ihren Cafés und alternativen Restaurants!


Mein Weg musste natürlich irgendwann zu Frau Tulpe führen... In einem super authentischen und leckeren italienischen Restaurant gegenüber stärkte ich mich erst mal mit leckerer Pasta und Rhabarberschorle, bevor ich dann ca. eine Stunde lang durch den Laden strich und die ein oder andere Schönheit in meine Tüte wanderte. Wer kann da schon widerstehen?? Der einzige Vorteil ist, dass bei den Preisen der Stoffvorrat nur langsam wächst. ;-)


Sehr bald waren meine Füße dann so platt, dass ich mich auf den Weg zum Hotel der Tagung machte. Die Tagung war ein voller Erfolg und es war sehr schön, viele lieb gewonnene Menschen wiederzusehen. Am Samstag ging es dann in selbst genähtem Shirt und Rock zur Party.


Am Sonntagabend wurde ich netter Weise noch von einem Freund beherbergt, um montags noch ein wenig die Stadt unsicher machen zu können und auf meinen abendlichen Flieger zu warten. Früh morgens ging es dann am Montag an der Warschauer Straße mit dem Sightseeing los. Den Anfang machte die East Side Gallery. Hier ist noch ein ziemlich langer Teil der Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss. Nach dem Fall der Mauer tobten sich hier 1990 viele Künstler aus. Inzwischen haben dies leider auch sehr viele Grafitti-Übeltäter getan...



Von der East Side Gallery nahm ich die S-Bahn zum Hackeschen Markt, wo ich durch die Hackeschen Höfe schlenderte, im Bioladen Brotgewürz kaufte und mich schließlich auf den Weg zu größeren Sehenswürdigkeiten machte.


Die Galiers Lafayette kamen mir irgendwoher bekannt vor und die "Bunte Schokowelt" sah so verlockend aus, dass ich mich doch nicht reintraute...
Der Berliner Dom war dafür schön wie eh und je.


Eine Runde Fremdschämen am Gendarmenmarkt...


... bevor ich mir den Weg zum Checkpoint Charlie bahnte. Hier habe ich mich dann ganz in Ruhe die Ausstellung angesehen und alles etwas auf mich wirken lassen. Auch die etwas schmerzhaften 8,50€ Studentenpreis für Asisis Mauerpanorama  habe ich gezahlt, da ich sein Panometer in Dresden damals so wunderschön fand. Im Gegensatz dazu hat mich das Mauerpanorama etwas enttäuscht, interessant anzusehen ist es trotzdem!


Vorbei an der "Topographie des Terrors" lief ich mit immer stärker schmerzenden Füßen zum Potsdamer Platz und weiter zum Brandenburger Tor ins Zentrum der Macht.



Als ich endgültig nicht mehr konnte, habe ich mich ein letztes Mal aufgerafft und bin zur "Ständigen Vertretung" gelaufen, wo ein "Altkanzler-Filet" (Currywurst) in meinem hungrigen Magen landete. Mit ein bisschen Heimatfeeling (Rheinterassen an der Spree und Schild vom Bonner Hauptbahnhof) im Herzen habe ich mich dann mit S-Bahn und Bus auf den Weg zum Flughafen gemacht.


Irgendwann abends bin ich dann völlig platt in Frankreich wieder ins Bett gefallen. :-)


Insgesamt habe ich in den knapp zwei Tagen, die ich zum Sightseeing hatte, echt super viel gesehen. Laufschuhe wären wohl angebrachter gewesen, als Ballerinas, aber wer schön sein will, muss halt leiden. :D

Ganz bald werde ich euch dann auch wieder etwas Genähtes zeigen, da war ich nämlich wirklich fleißig mit den neuen Stoffen aus Berlin. Meine zwei ersten bezahlten Aufträge sind in den letzten Wochen auch eingegangen, auch davon erzähle ich euch dann bald.

Hier ist grad Weltuntergangsstimmung und ich habe das Gefühl es wäre schon spät abends... Vielleicht mache ich mich jetzt mal ran, das Obst und Gemüse vom Markt zu verarbeiten. Meine Erdbeermarmelade habe ich letzte Woche in Dresden nämlich teilweise an liebe Freunde verschenkt, da muss also Nachschub her.

Habt ein wunderbares Pfingstwochenende und lasst es euch gut gehen!!

Alles Liebe
Steffi